Daphne du Maurier – Die Vögel & Shirley Jackson – The Lottery

Weiter geht es im März im Gothic-Buchclub auf Instagram sehr passend zum „Women’s History Month“ mit zwei kurzen Geschichten von Autorinnen: Daphne du Maurier und Shirley Jackson.


Diese Leserunde läuft vom 01.03. bis 31.03.2021.


Wie kann ich beim Gothic-Buchclub mitlesen?

Der Gothic-Buchclub läuft über Instagram. Wir lesen einen Monat lang ein Buch und diskutieren über unsere Leseeindrücke in einem Instagram-Gruppenchat. Wenn du mitlesen möchtest, folge einfach meinem Account gothicreads und kommentiere den Beitrag.

Wo finde ich die Texte?

Daphne du Mauriers Werke sind noch nicht urheberrechtlich frei, deshalb gibt es hier keinen Weblink. Aber ihr könnt Shirley Jacksons Kurzgeschichte hier finden:

Shirley Jackson – The Lottery (1948) via Middlebury College


Shirley Jackson – „The Lottery“ (1948)

Shirley Jackson, leider viel zu früh verstorben, ist eine Meisterin des Horror-Genres. Ihre Geschichten sind vielfach verfilmt worden – zuletzt wurde ihre Novelle „The Haunting of Hill House“ von Netflix neu adaptiert (und das gut!). „The Lottery“, erschienen 1948 in The New Yorker erzählt von einer Dorfgesellschaft, die sich zu einem alljährlichen Ritual versammelt.

Alle Bewohnerinnen und Bewohner des Dorfes versammeln sich dazu auf dem Marktplatz und ziehen nacheinander ein Los, um an der Lotterie teilzunehmen. Was der Preis ist, der hier vergeben wird, soll nicht vorweggenommen werden. Aber eins ist klar: Geld ist es nicht.

Die Teilnehmer*innen des Buchclubs waren in der Diskussion zwiegespalten: Einige fanden die offene Gestaltung der Geschichte gut, andere waren damit unzufrieden. Bei allen aber überwog das Gefühl, dass hier etwas nicht stimmen kann und so manche*r wurde der Morgenkaffee etwas verdorben durch das bittere Ende der Geschichte. Für unsere Diskussion stellte uns Seitenhain ein paar schöne Fragen zur Verfügung, die sich in ihrer Ausgabe fanden:

Aufwärmen für die Diskussion

How would the story change if Nancy Hutchingson were telling it? Old Man Warner? Tessie Hutchingson?

Why do you think Jackson has chosen an all-knowing narrator?

What do you find unusual about the way Jackson uses the setting for this particular story? Knowing the story’s outcome, do you think the setting is appropriate?

Have the changes (in tradition) radically altered the lottery? How do different individuals in the community feel about the tradition?

What is Tessie Hutchingson’s reaction when she discovers that she has won the lottery? How has her attitude changed from earlier in the story? Is her reaction normal and justified?

Diskussionsfragen

When the story was first published in the June 1948 issue of The New Yorker, readers were upset by the story’s conclusion. Why do you suppose they reacted negatively? What do you think is Jackson’s prupose for including such upsetting events?

Discuss other traditions that might be harmful (For example, hazing of freshmen on many campuses). Why do people follow such traditions? How have they developed or changed over the years? Are there any good aspects to these traditions?

The people who stone Tessie are her friends, neighbours, and even her family. Why do you suppose they participate in Tessie’s murder so willingly or unquestioningly? Do you think their behaviour is realistic or believable?

Is Tessie a scapegoat or sacrifice or both? Why?

Bonus:

Foreshadowing is the technique of giving clues to indicate what will happen later in the story. Reread „The Lottery“ and decide what clues prepare you for the ending. Notice which seem most effective and decide if those clues are subtle or obvious.


Daphne du Maurier – Die Vögel

Unsere zweite Autorin im März ist Daphne du Maurier, die so einige seltsame Geschichten schrieb. Zu ihren bekanntesten Romanen zählen „Rebecca“ und „Jamaica Inn“, unter ihren Kurzgeschichten finden sich „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ und unser Text – „Die Vögel“.

Darin entwickeln die Vögel in einem Örtchen an der englischen Küste ein seltsames und bedrohliches Verhalten. Sie greifen Menschen an und schon bald wird klar, dass die Menschheit hier bedroht ist. Nat Hocken, ein Landarbeiter, ist der Erste, dem das auffällige Verhalten der Schwärme Sorgen macht. Während seine Nachbarn die Gefahr abtun, bereitet er sich vor und verbarrikadiert das kleine Haus, in dem er mit seiner Familie lebt. Und schon bald zeigt sich, wie richtig sein Handeln ist.

Verfilmt wurde dieses Geschichte unter dem gleichen Namen von Kult-Regisseur Alfred Hitchcock. Ich selbst habe den Film nicht gesehen, aber die Leserundenteilnehmer*innen berichteten, dass die Vögel im Film harmlos sind im Gegensatz zu den organisierten Todesschwadronen in der Kurzgeschichte.

Allgemein teilten sich auch hier wieder die Meinungen in zwei deutliche Lager: Wie schon zuvor bei „The Lottery“ stieß die offene Gestaltung bei einem Teil nicht auf viel Gegenliebe, der andere Teil fand sie umso besser. Ich persönlich schließe mich der letzteren Meinung an – gerade die Offenheit ist für mich das Interessante an der Gattung der Kurzgeschichte. Und auch Daphne du Maurier schafft es, mit wenigen Worten eine verdammt gruselige Szenerie zu kreieren.

Links

Podcast: The Dead Ladies Show – Shirley Jackson (Ich empfehle ALLE Folgen dieses großartigen Podcasts.

Podcast: Deviant Women – Daphne du Maurier

Mehr Informationen zum Women’s History Month.

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